ERÖFFNUNGSKONZERT: FREITAG, 19.03.2027, 19:30 Uhr
VIVI VASSILEVA & PER RUNDBERG
Klangwelten für Multipercussion & Klavier
Vivi Vassileva hat bei Martin Grubinger am Mozarteum Salzburg studiert. Als dieser 2023 seine Solokarriere beendete, nannte ihn der ORF einen Weltstar in seinem Fach, der Musikgeschichte geschrieben habe. Friedrich Cerha, Tan Dun und Avner Dorman hatten für den Österreicher Schlagzeugkonzerte komponiert, und unter dem Titel „The Percussive Planet“ brachte er Rhythmen aller fünf Kontinente auf die Bühne.
Vassileva führt vieles davon weiter. Sie gibt neue Werke in Auftrag, auch bei Avner Dorman, sie erhielt ebenso den Leonard Bernstein Award des Schleswig-Holstein Musik Festivals, und im Wiener Konzerthaus leitet sie seit der Saison 2023/24 den Zyklus „Percussive Planet“. Per Rundberg wiederum ging 2008 mit Grubinger als „Rising Star“ des Wiener Konzerthauses auf Tournee.
Vassilevas und Rundbergs gemeinsames Programm beginnt im Zwiegespräch. In Thierry Deleruyelles „Face à face“ von 2006 stehen sich Vibraphon und Klavier gegenüber.
Der griechisch-neuseeländische Komponist John Psathas, der Zeremonialmusik für die Olympischen Spiele 2004 in Athen schrieb, komponierte „Halo“ in der Zeit, als seine Mutter starb; den dritten Satz, „Angelus“, verbindet er mit der Erinnerung an den Konflikt zwischen Kind und Elternteil.
Kalevi Ahos „Sieidi“ von 2010, geschrieben für den Schlagzeuger Colin Currie, trägt einen samischen Titel, der auf Rituale und Schamanismus indigener Völker verweist. Die Solostimme wandert durch neun Instrumente und beginnt und endet auf Djembe und Darbuka; den Orchesterpart hat Rundberg für Klavier eingerichtet.
Aleksander Vladigerovs Thrakische Fantasie hat Vassileva selbst bearbeitet.
Gregor A. Mayrhofers Recycling Concerto von 2021 baut sein Instrumentarium aus dem, was eine Konsumgesellschaft wegwirft, und variiert dabei die Erkennungsmelodien großer Marken. Vassileva versteht das Werk als Botschaft der Hoffnung, ihre Einspielung erhielt 2026 einen OPUS KLASSIK. In Einbeck spielt sie die Kadenz, ein Solo, das mit denkbar wenig Material auskommt. Am Ende steht Gershwins „Porgy and Bess“ in der Fassung ihres Duopartners Frank Dupree.
PROGRAMM
Thierry Deleruyelle Face à face für Vibraphon und Klavier (2006)
John Psathas „Angelus“ aus „Halo“ (2014/2016)
Kalevi Aho „Sieidi“, Konzert für Schlagzeug und Orchester (2010), Fassung für Schlagzeug und Klavier von Per Rundberg
Aleksander Vladigerov Thrakische Fantasie, Bearbeitung von Vivi Vassileva
Gregor A. Mayrhofer Kadenz aus dem Recycling Concerto (2021)
George Gershwin „Porgy and Bess“, Bearbeitung von Frank Dupree
Vivi Vassileva wird als „eine Künstlerin, die das Publikum mitnimmt und die Grenzen der Percussionwelt erkundet und verschiebt“ nicht nur für ihre brillante Technik, sondern auch für ihre herausragende Virtuosität und ihre athletische Performance gefeiert die, an der Spitze einer neuen Generation von Schlagzeugern stehend, das Schlagzeug als Instrument des 21. Jahrhunderts neu zur Geltung bringt.
Angetrieben von ihrer Leidenschaft, das Schlagzeugrepertoire des 21. Jahrhunderts zu erweitern, gibt Vivi Vassileva regelmäßig neue Werke in Auftrag, darunter Kompositionen von Sauli Zinovjev, Gregor Mayrhofer, Avner Dorman, Bushra El-Turk und Christian Jost. Ihre innovative Programmgestaltung eröffnet dem Publikum neue Zugänge und Möglichkeiten, die vielfältigen Facetten des Schlagzeugs zu erleben und die unterschiedlichen Klänge, Formen und Materialien des Instruments kennenzulernen.
Zu den Höhepunkten vergangener Spielzeiten zählen Auftritte mit Luxembourg Philharmonic, SWR Symphonieorchester, Lahti Sinfonia und l’Orchestra della Svizzera Italiana sowie Konzerte in der Barbican Hall London, dem Prinzregententheater München und der Elbphilharmonie Hamburg. Vivi Vassileva tritt regelmäßig mit langjährigen Kammermusikpartnern wie dem Pianisten Frank Dupree und dem Gitarristen Lucas Campara Diniz sowie mit ihrem Percussionensemble Extasi Ensemble in renommierten Sälen wie der Berliner Philharmonie, Konzerthaus Dortmund, Philharmonie Essen, Wiener Konzerthaus, Snape Maltings und Tonhalle Zürich sowie bei Festivals wie den Salzburger Festspielen, Gstaad Menuhin Festival und Solsberg Festival auf.
Ihre jüngsten Veröffentlichungen umfassen von der Kritik gelobte Einspielungen von Daníel Bjarnasons Inferno mit dem Iceland Symphony Orchestra sowie Gregor Mayrhofers Recycling Concerto mit dem SWR Symphonieorchester. Die Aufnahme von Mayrhofers Schlagzeugkonzert wurde 2026 mit dem OPUS KLASSIK ausgezeichnet.
Zu ihren zahlreichen Auszeichnungen und Ehrungen zählen der Kulturkreis Gasteig Musikpreis 2016 für ihre Komposition und Bearbeitung des bulgarischen Volkslieds Kalino Mome, der Bayerische Kunstförderpreis 2017 sowie der Leonard Bernstein Award des Schleswig-Holstein Musik Festivals 2023. Vivi Vassileva ist Absolventin der Universität Mozarteum Salzburg, wo sie bei Martin Grubinger studierte.
„ Vivi Vassilevas Spiel reißt das Publikum von den Stühlen“
Per Rundberg, geboren im schwedischen Skellefteå, zählt zu den führenden Pianisten Skandinaviens. Mit 15 Jahren kam er an die Yehudi Menuhin School. Später studierte er am Mozarteum Salzburg bei Karl-Heinz Kämmerling, an der Königlichen Musikhochschule in Stockholm, in Paris und Budapest sowie bei Murray Perahia.
Als Solist spielte er mit dem Schwedischen Radio-Sinfonieorchester, der Camerata Salzburg und dem Münchener Kammerorchester, unter Dirigenten wie Teodor Currentzis und Sir Roger Norrington. Konzerte führten ihn in die Berliner Philharmonie, das Wiener Konzerthaus und den Musikverein, das Concertgebouw Amsterdam, die Mailänder Scala und die Carnegie Hall. 2008 wählte ihn das Wiener Konzerthaus gemeinsam mit Martin Grubinger für die Tournee der „Rising Stars“ aus.
Zu seinen Kammermusikpartnern zählten Dietrich Fischer-Dieskau, Thomas Hampson, Clemens Hagen und Jörg Widmann. Mit Komponisten wie György Kurtág, Giya Kancheli und Arvo Pärt hat er eng zusammengearbeitet. In Salzburg und Wien spielte er Mozarts gesamtes Klavierwerk. Seine Aufnahmen erschienen unter anderem bei Deutsche Grammophon, Harmonia Mundi und Oehms Classics. Außerdem hat er 20 Opernfantasien von Thalberg eingespielt.
„Very poetical playing with such a wonderful purity.“
Weitere Infos: www.vividrums.com www.perrundberg.com
Vivi Vassileva – Multipercussion
Per Rundberg – Klavier
BÜHNENGESPRÄCH MIT VIVI VASSILEVA UND PER RUNDBERG. BEGINN: 18:30 UHR
Photos: Vivi Vassileva ©Adriana Yankulova / Per Rundberg ©